Jugend forscht – erfolgreich mit Mikroplastik und Marsmission

Hamburg/Kiel, 17. März 2016

Zwölf Jungforscher aus Schleswig-Holstein qualifizieren sich für das 51. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Mihyun Park, Landessiegerin 2015

Für den 51. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zwölf junge Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein qualifiziert. Die Landessieger 2016 wurden heute in Kiel ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, präsentierten 33 Jung­forscherinnen und Jungforscher insgesamt 18 Forschungsprojekte.

Im Fachgebiet Biologie siegte Meret Kaliske (17) von der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster. Die Jungforscherin stellte sich die Frage, ob Mikroorganismen das Pflanzenwachstum fördern. Dazu untersuchte sie, wie sich die Zugabe des Bakteriums Bacillus amyloliquefaciens und des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat auf das Wachstum von Mais auswirken.

Mikroplastik in den Meeren ist ein großes Umweltproblem. Zudem lagern sich an den feinen Partikeln giftige und krebsauslösende Schadstoffe ab. Die Chemie-Landessieger Finn Sombrutzki (20) und Robin Hertel (21) von der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster analysierten, welchen Einfluss verschiedene Umweltfaktoren auf die Menge der abgelagerten Schadstoffe haben. Dafür entwickelten sie ein Testverfahren, das beispielsweise Temperatur, pH-Wert und Salzgehalt des Wassers berücksichtigt.

Eine mögliche Lösung für das Problem der Sauerstoffversorgung auf einer bemannten Marsmission präsentierten Jannik Rank (18), Bruno Borchardt (17) und Sebastian Meyer (19) von der Klaus-Groth-Schule in Tornesch. Mit "FASOS 2.0" konstruierten die drei Jungforscher eine Anlage, die mithilfe der Grünalge Chlorella vulgaris und basierend auf dem Prinzip der Fotosynthese Kohlendioxid in Sauerstoff umwandelt. Sie siegten im Fach Geo- und Raumwissenschaften.

Marie Anne Schweim (19), Anne Katrin Schweim (19) und Sarah Grube (17) vom Gymnasium Schwarzenbek errangen den Landessieg im Fachgebiet Technik. Zur Unterstützung von älteren oder behinderten Menschen konstruierten sie ein sogenanntes Exoskelett, ein körperunterstützendes Roboteraußenskelett. Ihr System ist speziell für die unteren Extremitäten ausgelegt und ermöglicht den Nutzern eine deutlich verbesserte Mobilität.

Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Florian Vahl, Étienne Neumann und Maximilian Schiller von der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg. Die 16-Jährigen entwickelten ein autonomes Fluggerät, das thermische Aufwinde erkennt und diese für den Gleitflug nutzt. Auf diese Weise wird der Energiebedarf deutlich reduziert, da der Motor nicht permanent laufen muss. Gleichzeitig werden eine höhere Reichweite sowie eine längere Flugdauer erreicht.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 51. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2016 in Paderborn statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Heinz Nixdorf MuseumsForum GmbH als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht

 

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