Preisträger präsentieren innovative Forschungsprojekte in Brüssel

Hamburg/Brüssel, 14. Juni 2016

Erfolgreiche Teilnehmer der 51. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht zu Gast in der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union

Alexander Rotsch

Aktuelle Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend forscht präsentieren morgen ihre herausragenden Forschungsarbeiten in Brüssel. Auf Einladung von Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, sind zehn begabte Nachwuchswissenschaftler in der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union (EU) zu Gast. Dort stellen sie am Abend in einer exklusiven Ausstellung die Projekte vor, mit de­nen sie im Frühjahr 2016 erfolgreich an der 51. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb teilgenommen haben. Zu der Veranstaltung werden neben Mitarbeitern der EU-Kommission und Abgeordneten des Europaparlaments auch zahlreiche Vertreter der Wirtschaft erwartet.

"Wir sind davon überzeugt, dass Europas Zukunftsfähigkeit ganz entscheidend von der Begeisterung junger Menschen für Forschung und Entwicklung abhängt. Deswegen ist es von größter Bedeutung, dass unsere jüngsten Talente frühzeitig erkannt und gefördert werden", so die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich. "In Deutschland betreibt Jugend forscht eine umfassende, in Europa einzigartige Nachwuchsförderung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. In jeder Wettbewerbsrunde entstehen inzwischen mehr als 6 000 Forschungsprojekte. Mit unserer Veranstaltung in Brüssel wollen wir der europäischen Ebene zeigen, welches enorme kreative Potenzial es bereits in den Klassenzimmern zu heben gilt. Aus diesem Grunde haben wir einige herausragende Forschungsprojekte des hessischen Landes- und des Bundeswettbewerbs in unsere Landesvertretung in Brüssel eingeladen, um diese einem internationalen Fachpublikum vorzustellen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit und die Innovationskraft unserer Jungforscher nach außen hin zu repräsentieren."

In der Hessischen Landesvertretung zeigt unter anderem der aktuelle Gewinner des von der Bundesministerin für Bildung und Forschung gestifteten Preises für die beste interdisziplinäre Arbeit sein Biologie-Projekt: Alexander Rotsch (19) konnte nachweisen, dass das Licht­spektrum, dem eine Pflanze ausgesetzt ist, deren chemische Abwehrkräfte stärker beeinflusst als bislang angenommen. Der Jungforscher bestrahlte kleine Acker­schmalwand-Pflänzchen mit rot- und mit blaulastigen LED-Lampen. Danach extrahierte er verschiedene Stoffwechselprodukte und identifizierte diese anhand ihrer Masse. Es zeigte sich, dass die Ackerschmalwand unter Blaulicht mehr Substanzen bildet, die gefährliche Keime abwehren können.

Neben der morgigen Veranstaltung erwartet die Nachwuchswissenschaftler bei ihrem dreitägigen Aufenthalt in Brüssel ein attraktives Programm. Bei Gesprächen in der Hessischen Landesvertretung und im Europäischen Parlament erhalten sie einen Einblick in Aufgaben und Arbeitsweise der europäischen Institutionen. Bei einem Be­such der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission können sich die Jungforscher über die Aktivitäten im Umfeld der europäischen Forschungspolitik informieren. Darüber hinaus besichtigen sie das Institute for Reference Materials and Measurements (IRMM) in Geel und lernen Brüssel bei einer Stadtführung kennen.

"Die europäische sowie die internationale Perspektive wird auch für unsere Jungforscherinnen und Jungforscher immer wichtiger – im Rahmen von Ausbildung und Studium ebenso wie später im Berufsleben", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. "Wir freuen uns daher, dass die jungen Talente hier in Brüssel einen exklusiven Einblick in zentrale Aspekte von Forschung und Wissenschaft erhalten, die derzeit auf der Agenda Europas stehen. Das große Interesse von Vertretern europäischer Institutionen an Jugend forscht begreifen wir als eine besondere Wertschätzung der herausragenden Leistungen unserer Preisträger."

Eine Liste der in Brüssel anwesenden Preisträger finden Sie am Ende der Seite, Fotos der Teilnehmer in druckfähiger Auflösung und Kurzbeschreibungen ihrer Projekte gibt es in der Projektdatenbank.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht

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