Mit Schutzweste, Exoplanet und Schachcomputer zum Erfolg
Hamburg/Leverkusen, 3. April 2025
Dreizehn MINT-Talente aus Nordrhein-Westfalen qualifizieren sich für das 60. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb
Für den 60. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich dreizehn junge MINT-Talente aus Nordrhein-Westfalen qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Leverkusen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, gemeinsam ausgerichtet von der Bayer AG, der Henkel AG & Co. KGaA und der Ruhr-Universität Bochum, präsentierten 79 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 48 Forschungsprojekte.
Landessiegerin im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Laura Nicolaus (18) vom Gymnasium Fabritianum in Krefeld. Für den Einsatz im asiatischen Kampfsport entwickelte sie eine neuartige Schutzweste speziell für Frauen, die so bislang nicht erhältlich ist. Die angepasste Form und die verwendeten Materialien erzielen eine optimale Schutzwirkung.
In Biologie siegten Lotta Pauline Flühe (18), Sophie Klara Michelle Schubert (17) und Ben Eric Wagner (18) vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster. Die drei präsentierten eine KI-unterstützte chemische Analyse zum Nachweis sogenannter Pyrrolizidinalkaloide. Diese chemische Stoffgruppe kommt in Pflanzen vor, ist giftig und kann über Pollen und Nektar in Bienenhonig gelangen.
Den Chemie-Landessieg errangen Julius Rüdiger (16) und Noah Krüger (15) von der Marienschule der Ursulinen in Bielefeld. Sie gingen der Frage nach, ob Natrium geeignet ist, um das weltweit nur begrenzt vorhandene Lithium in Batterien zu ersetzen.
Gleich zwei Landessiege gab es in Geo- und Raumwissenschaften. Emily Hein (17) vom Franken-Gymnasium Zülpich gelang es, anhand der sogenannten Transitmethode und eigener Beobachtungen die Existenz von drei Exoplaneten nachzuweisen – das sind Planeten, die außerhalb unseres Sonnensystems um einen Stern kreisen.
Ebenfalls in Geo- und Raumwissenschaften erfolgreich war Joan Alcaide Núñez (17) von der Deutschen Schule Barcelona. Er befasste sich mit der Hubble-Konstante, der Geschwindigkeit, mit der sich das Universum ausdehnt. Da die genaue Geschwindigkeit nicht bekannt ist, nutzte er verschiedene astronomische Modelle, um sie selbst zu berechnen.
Simon Neuenhausen (17) vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Neuss überzeugte die Jury im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Er beschäftigte sich mit einem weitverbreiteten Mikrocontroller. Für diesen programmierte er eine Open-Source-Software, die einen umfassenderen Datenaustausch per WLAN ermöglicht.
Physik-Landessiegerin wurde Stella Isabel Sipeki (16) von der Deutschen Schule Budapest – Thomas Mann Gymnasium. Sie befasste sich mit einem südostasiatischen Kinderspielzeug, bei dem man zwei kleine mit einem Band verbundene Kugeln rhythmisch aufeinanderprallen lässt, und erforschte die zugrundeliegenden physikalischen Gesetze.
Zwei Landessiege gab es auch in Technik. Felix Gross (18) und Fiete Kloppenborg (17) von der Marienschule der Ursulinen in Bielefeld bauten einen preiswerten, digitalgesteuerten Schachroboter und nahmen dabei insbesondere die Mechanik in den Blick. Sie entwickelten ein spezielles Konzept, bei dem die Figuren durch einen bewegten Elektromagneten verschoben werden.
Ebenfalls in Technik siegte Ninib Hanna (18) vom Ratsgymnasium Rheda-Wiedenbrück. Er entwickelte eine digitale Plattform zur Messung von Umweltdaten. Diese ermöglicht ein nutzerfreundliches Erfassen, Verwalten und Visualisieren der Messergebnisse mit nur einem Gerät.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 60. Bundesfinale vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 in Hamburg statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Premiumförderer der Siegerehrung ist die Lufthansa Technik AG.
Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
- Weitere Infos zum Download:
Jugend_forscht_Pressemitteilung_Landeswettbewerb_Nordrhein-Westfalen_2025.pdf


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