Jugend forscht Projekt feiert internationalen Erfolg: Niklas Ruf und Jana Spiller gewinnen Stockholm Junior Water Prize 2025

Hamburg/Stockholm, 1. September 2025

Die Jungforscherin und der Jungforscher erhalten die mit 15.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung für ihr innovatives Hochwasserwarnsystem

Jana Spiller und Niklas Ruf beim Bundeswettbewerb Jugend forscht 2025

Niklas Ruf und Jana Spiller haben den Stockholm Junior Water Prize 2025 gewonnen. Die 17-jährigen Jungforschenden aus Ochsenhausen wurden am Mittwoch, 27. August 2025, im Rahmen der World Water Week für ihr innovatives Hochwasserwarnsystem geehrt. Bei einem Festakt im Stockholmer Rathaus überreichte Kronprinzessin Victoria von Schweden die mit 15.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung. Bei dem Wettbewerb präsentierten Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren aus rund 40 Ländern ihre innovativen Forschungsprojekte rund um das Thema „Wasser“.

Niklas Ruf und Jana Spiller gewannen die Teilnahme an der Veranstaltung als Sonderpreis beim 60. Bundesfinale Jugend forscht im Juni 2025. Vor dem Hintergrund immer häufiger auftretender Hochwasserereignisse entwickelten sie ein skalierbares System, das es ermöglicht Pegelstände von Flüssen in Echtzeit zu beobachten und frühzeitig Warnmeldungen auszugeben. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz, denn – wie auch die Jury des Wettbewerbs betonte – gerade im Falle kleiner Flüsse mangelt es oft an Daten, die für Echtzeitwarnungen notwendig wären.

In ihrem Projekt bauten die Nachwuchsforschenden einfache Messstationen und befestigten diese unter Brücken, um dort den Flusspegel kontinuierlich zu erfassen. Sie setzten wahlweise Infrarot- oder Ultraschallsensoren ein und übertrugen die Messwerte an einen Server. Ergänzend schrieben sie eine App, über die interessierte Personen die Pegelstände abrufen können und bei steigendem Wasserstand gewarnt werden. In einem zweistufigen Verfahren ist es im Fall eines drohenden Hochwassers möglich, zuerst Fachleute zu informieren, damit sie sich vor Ort ein Bild machen können. Die Entwicklung der Jungforschenden könnte künftig dabei helfen, mögliche Opferzahlen einer Flutkatastrophe, wie etwa jener im Juli 2021 im Ahrtal, deutlich zu senken.

„Wir gratulieren Niklas Ruf und Jana Spiller zu Ihrem großartigen Erfolg“, sagt Dr. Jessica Bönsch, Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Jugend forscht e. V. „Ihr Sieg in Stockholm ist ein weiterer eindrucksvoller Beleg für die hohe Qualität der Forschungsarbeiten, die bei Jugend forscht präsentiert werden. Viele Teilnehmende erarbeiten Lösungen für aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel und schaffen mit ihren Forschungsergebnissen und Entwicklungen einen Mehrwert für die Gesellschaft.“

Auf die Frage, was Entscheidungsträger und Branchenführer aus ihrer Forschungsarbeit mitnehmen sollten, antworteten Niklas Ruf und Jana Spiller nach der Preisverleihung in Stockholm: „Natürlich bauen wir etwas, um die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Aber die ideale Lösung wäre, wenn es gar keinen Klimawandel gäbe.“ Mit ihrem Sieg beim Stockholm Junior Water Prize hatten die beiden MINT-Talente nicht gerechnet. Es seien viele wirklich gute Projekte dabei gewesen, erklärte Niklas Ruf. Er habe angenommen, in Stockholm einfach eine schöne Zeit zu verbringen. Umso größer waren die Überraschung und die Freude über den Preis.

Der Stockholm Junior Water Prize ist ein internationaler Wettbewerb zum Thema „Wasser“, der seit 1997 jährlich im Rahmen der World Water Week von der Stockholm Water Foundation veranstaltet wird. Zuletzt ging der Preis 1998 nach Deutschland: Damals wurde Jugend forscht Finalist Robert Franke für seinen solarbetriebenen Reaktor zur Reinigung schadstoffbelasteter Gewässer geehrt.

Pressekontakt: 
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de 
www.jugend-forscht.de  

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